They, the people

(s/w, DV, 4 min., 2002)

Ein Passant wirft einem Bettler ein Geldstück zu. Nachdem er den Bettler sorgfältig gemustert hat, tritt er allerdings voll Abscheu gegen die Mütze, in die er die Münze geworfen hat. Eine junge Frau eilt hinzu, ohrfeigt den Passanten empört und sammelt Geld und Mütze wieder ein. Als allerdings ihr Blick auf den Bettler fällt, hält auch sie inne, um ihn verächtlich zu bespucken. Sie geht zu ihrem am Straßenrand parkenden Wagen und öffnet die Tür. Eine Leiche fällt aus dem Auto. Der Passant winkt dem Bettler zu; gemeinsam verstauen beide die Leiche im Kofferraum. Während der Bettler für seine Dienste entlohnt wird, fährt die junge Frau los; sie hält aber noch einmal an, kurbelt die Fensterscheibe hinunter und erschießt den Bettler, der sich auch von ihr ein Trinkgeld erhofft hat. Der Passant schleift den Toten zurück an seinen Platz und setzt seinen Weg fort.

They, the people ist ein billiger, kleiner, böser Stummfilm über das Zusammenleben in der kapitalistischen Wirklichkeit. Wie der Titel, der einem Kapitel aus Adornos Minima Moralia entlehnt ist, schon verrät, zeigt er die realexistierenden Menschen so dumm und so schlecht, wie sie sind – hier und anderswo.